Was ist Abwasser?
Wasser ist nicht gleich Wasser. Das ist auch beim Abwasser so. Die Haushalte in Schleswig produzieren im Jahr insgesamt 1,9 Millionen Kubikmeter kommunales Abwasser, das von uns gereinigt und aufgearbeitet wird. Dieses Wasser muss von organischen Verunreinigungen, wie zum Beispiel Speiseresten, schwer abbaubaren Chlorkohlenwasserstoffen und Tensiden, die in Spül- und Waschmitteln enthalten sind, aber auch Desinfektionsmitteln, Haaren und kleineren Abfällen, gereinigt werden. Eine verantwortungsvolle Aufgabe: Die Mischung unterschiedlichster Chemikalien im Abwasser ist mitunter ein hochgiftiger Mix und darf unter keinen Umständen in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen. Neben dem häuslichen Abwasser entsorgen wir auch verunreinigtes Regenwasser und chemisch belastetes industrielles Abwasser.
Fachbegriffe aus der Klärtechnik
BSB5 (biologischer Sauerstoffbedarf): Dieser Messwert gibt Auskunft darüber, wie viel Sauerstoff die im Abwasser vorhandenen Bakterien innerhalb von fünf Tagen verbrauchen. Ist der Wert niedrig, verbrauchen die Bakterien wenig Sauerstoff und das Abwasser ist noch besonders gut geklärt worden. Der obere Grenzwert liegt in Deutschland bei 40 mg/l.
CSB (chemischer Sauerstoffbedarf): Bei einer CSB-Messung wird ermittelt, wie viel Sauerstoff die chemischen Reinigungsprozesse im Abwasser verbrauchen. Niedrige Werte bedeuten, dass das Abwasser sehr gut geklärt wurde. Der obere Grenzwert liegt in Deutschland bei 150 mg/l. Der CSB-Wert ist übrigens immer deutlich größer als der BSB5.
CSB (chemischer Sauerstoffbedarf): Bei einer CSB-Messung wird ermittelt, wie viel Sauerstoff die chemischen Reinigungsprozesse im Abwasser verbrauchen. Niedrige Werte bedeuten, dass das Abwasser sehr gut geklärt wurde. Der obere Grenzwert liegt in Deutschland bei 150 mg/l. Der CSB-Wert ist übrigens immer deutlich größer als der BSB5.