17. Aug. 2011

Bewegung für die Umwelt

Kreisverwaltung nutzt für drei Monate das E-Mobil der Stadtwerke

Übergabe des Elektroautos an den Landrat
Schon seit März dieses Jahres sieht man den kleinen Mitsubishi i-MiEV mit dem Stadtwerke-Logo auf den Straßen rund um die Schlei fahren. Davon, was der umweltfreundliche Straßenflitzer kann, konnten sich bislang die Stadtwerke-Mitarbeiter und auch Kunden überzeugen. 6,5 tausend Kilometer ist das E-Mobil schon gefahren. „Wir nutzen den Wagen als Dienstauto und haben im Rahmen einer großen Gewinnspielaktion Probefahrten an den Wochenenden verlost. Die Reaktionen sind absolut positiv“, weiß Elektro-Ingenieur Matthias Beier.

Kein Wunder, denn mit seiner Beschleunigung lässt der Kleine so manchen Großen an der Ampel stehen — und das ganz geräuschlos. Der Einsatz des auspufflosen Gefährts ist nicht nur gut für die Umwelt sondern auch fürs Portemonnaie: 2,70 bis 3,00 Euro kostet eine Batterieladung — und die reicht im Schnitt für 100 Kilometer.

Bis November wird der Mitsubishi nun an die Kreisverwaltung Schleswig-Flensburg verliehen. Morgens werden wir den Wagen vorwiegend für Botenfahrten in der Stadt nutzen und am Nachmittag werden unsere Mitarbeiter damit im Kreisgebiet unterwegs sein“, plant Liegenschaftsleiter Willi Jünke. Auch Landrat Bogislav-Tessen von Gerlach zeigte sich von den Vorteilen des Wagens überzeugt. „Die Zukunft liegt im Elektromobil. Früher reichten die Landkreise so weit, dass gewährleistet war, dass der Landrat den Weg mit der Pferdekutsche zurücklegen konnte. Zukünftig richten sich die Entfernungen nach den Kapazitäten einer Batterieladung“, scherzte er bestens gelaunt bei der Schlüsselübergabe. Für gute Laune auf beiden Seiten sorgte auch die Tatsache, dass die Schleswiger Stadtwerke sich im Rahmen einer Ausschreibung für den Abschluss eines Stromlieferungsvertrages mit dem Kreis Schleswig-Flensburg qualifizieren konnten. Somit werden die Stadtwerke in den Jahren 2012 und 2013 18 Liegenschaften wie  das Berufsbildungszentrum und das Verwaltungsgebäude mit insgesamt rund 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom versorgen.

Text und Bild: Kirsten Schultz